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Ehemalige Caritas-Häuser unmittelbar vor Abriss?

Meldung vom 21. Dezember 2013


Nach Informationen der Altstadt-SPD stehen die ehemaligen Caritas-Häuser am Bahnhof Römisches Theater unmittelbar vor dem Abriss. “Mit jedem historischen Gebäude, das abgerissen statt saniert wird, geht ein Stück Altstadt unwiederbringlich verloren.” bedauert Andreas Behringer, Vorsitzender der Altstadt-SPD, die Entscheidung des Eigentümers.

Die Altstadt-SPD hatte im Dezember 2012 eine Protestkundgebung gegen den jahrelangen Leerstand im Areal veranstaltet. Daher stießen die Pläne des neuen Eigentümers auf große Sympathie und Unterstützung: Die ER-Bau GmbH aus Wiesbaden plante, das Gebäudeensemble zu sanieren, den Innenhof aufzuwerten und unter anderem einen Kindergarten anzusiedeln. “Wir verstehen die Enttäuschung des neuen Eigentümers, dass seine Kindergartenpläne bei der Stadt kein Gehör fanden.“ pflichtet Rolf Hammen, Mitglied im Vorstand der Altstadt-SPD, bei. “Die Entscheidung für einen Abriss der Gebäude ist jedoch ebenso enttäuschend. Denn wir engagieren uns dafür, dass die Altstadt ihr Gesicht bewahrt.”

Nach Angaben der Altstadt-SPD steht das fast 100 Jahre alte Gebäudeensemble am Rande der Denkmalzone Neutorstraße / Dagobertstraße und grenzt unmittelbar an das bedeutende barocke Kulturdenkmal "Haus zu den drei Mohren" in der Neutorstraße 3. “Gerade an einer derart sensiblen Stelle wünschen wir uns mehr Transparenz, auch von der Stadtverwaltung.” betont Behringer. “Wir Bürgerinnen und Bürger möchten wissen, wenn historische Gebäude in unserer Nachbarschaft vom Abriss bedroht sind und wenn unser Stadtbild an prominenter Stelle verändert wird. Wir wünschen uns daher auch, dass die Neubaupläne offengelegt werden.”

Die Altstadt-SPD hat am Donnerstag die ER-Bau GmbH noch einmal angeschrieben. “Wir haben den Eigentümer Anfang des Jahres als kreativen und interessierten Investor kennengelernt. Daher hoffen wir, dass er bereit ist, mit uns und anderen interessierten Bürgerinnen und Bürgern über Alternativen zum Abriss nachzudenken.”