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Altstadt-SPD gratuliert den CineStar-Beschäftigten

Meldung vom 21. Dezember 2012


"Die Altstadt-SPD gratuliert den Beschäftigten des Mainzer CineStars, dass sie erstmals in der Unternehmensgeschichte einen Tarifvertrag durchsetzen konnten. Die Streikenden in Mainz haben damit nicht nur sich selbst ein Weihnachtsgeschenk bereitet, sondern allen 3500 Beschäftigten deutschlandweit." freut sich Andreas Behringer, Vorsitzender der Altstadt-SPD.

"Dies hat Signalwirkung für den Niedriglohnsektor: Wenn Beschäftigte solidarisch zusammenstehen und notfalls streiken, können sie Berge versetzen und sogar einem weltweit agierenden Investmentkonzern einen Tarifvertrag abtrotzen. Wir danken den Streikenden für ihr großes Engagement. Gerne haben wir, Jusos und SPD, den Kampf für den Mindestlohn im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützt. So lange es keinen gesetzlichen Mindestlohn gibt, müssen Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände und die gesamte Sozialdemokratie öffentlichen Druck erzeugen!"

Hintergrund:

In der vergangenen Nacht haben sich die Verhandlungsgruppen von verdi und CineStar auf einen Tarifvertrag für alle 52 Kino-Standorte geinigt. Dem gingen monatelange, zum Teil jahrelange, Streiks voraus. Ein Schwerpunkt der Streiks war der Standort Mainz, wo inzwischen mehr als 80 von 130 Beschäftigten der Gewerkschaft verdi beigetreten sind. Hier gab es für die Beschäftigten bisher weder schriftliche Arbeitsverträge, noch einen Tarifvertrag. Selbst gesetzliche Mindeststandards wie 20 Tage bezahlter Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall konnten erst 2011 in Mainz durchgesetzt werden. Mit dem Tarifvertrag steigen die Löhne in Mainz am 1. Januar von 6,80 auf 8,00 Euro in der Probezeit (+ 18%) und von 7,31 auf mindestens 8,50 Euro danach (mindestens +16%). Weitere Erhöhungen, aber auch 25-28 Tage bezahlter Urlaub, Weihnachtsgeld und vieles mehr sind ebenfalls Teil des Tarifvetrags. Die Tarifparteien haben eine Erklärungsfrist bis Ende Januar 2013 vereinbart, in der die Tarifgremien über die Annahme des Ergebnisses beraten.

Die SPD in Rheinland-Pfalz, in Mainz und in der Altstadt hat sich solidarisch mit den Streikenden erklärt. Jusos und SPD haben sich an Aktionen der Streikenden beteiligt, eine Altstadt-Zeitung herausgebracht, Parteitagsresolutionen verabschiedet und anderes mehr. Mit dabei waren zahlreiche Spitzenpolitiker(innen) der Mainzer und der rheinland-pfälzischen SPD, allen voran der Mainzer Bundestagsabgeordnete Michael Hartmann. Auch Ministerpräsident Kurt Beck erklärte sich solidarisch.