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Solidarität mit CineStar-Beschäftigten

Meldung vom 20. Juli 2012


Die Altstadt-SPD und die Jusos Mainz erklären sich solidarisch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die am Mainzer Großkino CineStar in Streik getreten sind. „Es ist nicht in Ordnung, dass mitten in unserer Gesellschaft Stundenlöhne von 6,81 bis 7,30 Euro brutto gezahlt werden.“, betont Andreas Behringer, Vorsitzender der Altstadt-SPD. Nach Informationen der SPD arbeiten die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im CineStar halbtags, um sich ihr Studium zu finanzieren. „Von monatlich 490 bis 590 Euro netto kann man in Mainz nicht leben. Allein die Mainzer Mieten fressen diesen Betrag schnell auf.“, kritisiert Ellen Diehl, stellvertretende Juso-Vorsitzende. „Die Doppelbelastung Studium plus Arbeit ist schon schwierig genug. Es kann nicht erwartet werden, dass junge Menschen noch zusätzlich durch Alimente der Eltern oder des Sozialamts unterstützt werden müssen.“

CineStar sei – so die Altstadt-SPD und die Jusos Mainz– ein florierendes Unternehmen, dass bestens wisse, seine Monopolstellung in Städten wie Mainz auszunutzen. „Üppige Preise bei miesen Löhnen, gepaart mit schlechten Arbeitsbedingungen und massivem Investitionsstau.“, das sei laut Diehl das Credo von CineStar. Wer derart auf Kosten von MitarbeiterInnen, KundInnen und SteuerzahlerInnen agiere, dem könne man nur noch mit Gesetzen beikommen. „Es wird Zeit, dass Deutschland endlich den Mindestlohn einführt!“ fordern die Altstadt-SPD und die Mainzer Jusos.

Die CineStar-Gruppe betreibt nach eigenen Angaben allein in Deutschland 71 „Filmpaläste“. Sie ist seit 2004 im Besitz eines australischen Investment-Konzerns. Deutschlandweit wird derzeit an sieben Standorten gestreikt, mit steigender Tendenz.