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Altstadt-SPD kritisiert fehlerhafte Einzelhandelsstudie

Meldung vom 19. Oktober 2011


Nach Einschätzung der Altstadt-SPD enthält das vom städtischen Wirtschaftsdezernat herausgegebene so genannte “Einzelhandels-Monitoring” einen dicken Fehler: Die Studie komme zum positiven Ergebnis, dass der Mainzer Einzelhandel im bundesweiten Vergleich besonders wenig durch Filialisten geprägt sei. Dort heißt es: “Mit diesen Zahlen steht Mainz bundesweit sehr gut da, insbesondere, wenn man Mainz mit Städten mit ähnlichen Einwohnerzahlen vergleicht. Jene Städte haben im Schnitt einen gesamten Filialisierungsgrad von fast 60 %. Mainz ist mit 34,4 % von derartigen Werten weit entfernt.”

“Diese Schlussfolgerung ist falsch, denn die bundesweite Vergleichsstudie bezieht sich ausschließlich auf die 1A-Lagen, was schon an der Überschrift erkennbar ist.” korrigiert Björn Schmitt, Vorstand der Altstadt-SPD. Für die Mainzer 1A-Lagen (Brand, Stadthausstraße und Schusterstraße) errechne das Einzelhandels-Monitoring einen Filialisierungsgrad von ungünstig hohen 69%. “Damit ist klar: Mainz hat leider sogar überdurchschnittlich viele Filialisten: der inhabergeführte Einzelhandel wird immer weiter zurückgedrängt.” Darunter leide Vielfalt und Individualität.

“Es ist schade, dass das Wirtschaftsdezernat wiederholt unbrauchbare Zahlen in Umlauf bringt.” bedauert Dr. Gerhard Heck, ebenso Vorstand der Altstadt-SPD. “Erst wurde das ECE-Gutachten an einen Shopping-Center-Lobbyisten vergeben. Dann wurde mehrfach ein Decathlon-Gutachten zitiert, das offenbar gar nicht existiert. Und jetzt wird eine fehlerhafte Studie vorgelegt. Mit falschen Zahlen kann jedoch keine gute Politik gemacht werden.” Die Altstadt-Genossen kommen zum Ergebnis: “Der Mainzer Einzelhandel soll unverwechselbar bleiben. Der Anteil der Filialisten darf nicht noch weiter steigen. Eine Shopping Mall nach amerikanischem Muster wäre deshalb grundfalsch.”