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Keine neuen Baumopfer für Fassadensicht

Meldung vom 5. Dezember 2010


Mit Erstaunen und Bestürzung nahm der SPD Ortsverein Mainz-Altstadt die Äußerungen von Dr. Glatz zur Kenntnis, der am Ensemble Karmeliterplatz und am Landesmuseum Probleme durch die Bäume sieht.

„Auch uns sind die Denkmale wichtig, wichtiger ist für uns allerdings die Umwelt, in der wir leben. Und hierfür sind Bäume zwingend erforderlich“, so Alexander Vormerker, Vorsitzender der Altstadt-SPD. „Bereits 2009 haben wir mit einer Unterschriftliste und der Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger erreicht, dass die Bäume am Leichhof erhalten bleiben bzw. der gefällte Baum ersetzt wurde. Wir werden auch wieder dafür kämpfen, dass kein Baum geopfert wird, damit man sich eine Hauswand betrachten kann“, ergänzt Alexander Vormerker kämpferisch.

Die Bäume am Leichhof sollten nicht mehr nachgepflanzt werden, um die Sichtbeziehungen auf den Dom und das Häuserensemble am Leichhof nicht zu beeinträchtigen. In einer Unterschriftenaktion wurden damals über tausend Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern gesammelt, die sich für die Erhaltung und die Nachpflanzung der Bäume aussprachen. Nach einer Studie der Fachhochschule Wiesen (heute: Hochschule Rhein-Main) gibt es in der Mainzer Innenstadt schon jetzt zu wenig grün.

In der nächsten Sitzung des Ortsbeirates Altstadt wird die SPD-Fraktion einen Antrag zum Karmeliterplatz einbringen, der die Forderungen der Bürger aufnimmt. „Wir werden die Stadtverwaltung auffordern, ihr Konzept für den Karmeliterplatz im Sinne der Bürger zu überarbeiten. Wir fordern, dass kein Baum gefällt und das restliche Grün nicht entfernt, sondern gepflegt und ergänzt werden soll“, kündigt Fraktionssprecher Stephan Vormerker an. „Die Anwohner der Mainzer Altstadt haben für sich eine klare Priorität und Bäume und Grün stehen klar im Vordergrund. Daher wird die SPD-Ortsbeiratsfraktion keinen Plänen zu stimmen, die gegen die Interessen der Altstädterinnen und Altstädter sind“, macht Stephan Vormerker deutlich.