Koordinierungshilfe bei der Hebammenvermittlung


Nora Egler

Anfrage im Stadtrat am 13. Februar 2019

Nora Egler

Die stadtweite Verbesserung der Hebammenversorgung ist keine kommunale Pflichtaufgabe. Dennoch gibt es einige Städte, die in diesem wichtigen Bereich der Gesundheit Möglichkeiten zur Unterstützung junger Familien gefunden haben. In Mainz selbst gibt es derzeit jedoch noch Optimierungspotential bei der Hebammenvermittlung.

Unter anderem kommt es auf der Suche von werdenden Eltern nach Hebammen zu Problemen und Verzögerungen, weil alte Listen aus Papier mit unterschiedlichen und teils veralteten Daten kursieren. Oder selbst bei aktuellen Kontaktdaten ist eine direkte Kontaktaufnahme mit den Hebammen teils schwierig, da diese aufgrund ihres immensen Arbeitspensums (Hausbesuche und Geburtshilfen etc.) oftmals Anfragen betroffener Eltern kaum oder gar nicht beantworten können.

Wenn auch noch sprachliche Barrieren dazu kommen, Sachverhalte schwer verständlich oder erklärbar sind, oder schlicht ein Umzug nach Mainz während der laufenden Schwangerschaft dazu kommt, stehen die Frauen vor weiteren Nachteilen.

Durch solche und weitere Faktoren bekommen manche Frauen leider zu spät eine Hebamme oder gar keine mehr und können so nach der Geburt im Wochenbett nicht optimal betreut werden, was eine unnötige Verunsicherung und Stress für die Mütter und potentielle Schwierigkeiten für die Mütter und die Neugeborenen bedeuten kann.

Die Städte Wiesbaden und Oldenburg haben beide jeweils ein innovatives Konzept der Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Trägern auf die Beine gestellt. Diese könnten unter anderem für die Stadt Mainz bei der Ausarbeitung eines eigenen Konzeptes als Stellungshilfen fungieren.

Zum besseren Verständnis die beiden Portale auf einen Blick: www.hebammenzentrale-Oldenburg.de www.wiesbadenerhebammen.de

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

  1. Was sind die bisherigen Ergebnisse des „runden Tisches“ Hebammen, den die Stadt ins Leben gerufen hat? Wer nimmt regelmäßig daran teil? Wie oft hat der Runde Tisch bisher getagt?
  2. Kann sich die Stadt an der verbesserten Koordinierung der Hebammenvermittlung beteiligen – analog zu den Modellen der Städte Wiesbaden und Oldenburg? Gibt es eines der beiden genannten Modelle, welches die Verwaltung geeigneter für die Stadt Mainz findet?
  3. Kann die Stadt eine Art zentrale Koordinierungsstelle in Zusammenarbeit mit freien Trägern für Frauen auf der Suche nach Hebammen anbieten, über die eine Vermittlung erfolgen kann? Wie könnte eine solche Koordinierung für Mainz passend aussehen?
  4. In wie weit gibt es Unterstützung der werdenden Eltern bei der Suche nach Hebammen durch die niedergelassenen Gynäkologen und die geburtshilflichen Kliniken?

Die Anfrage der SPD und (sobald sie vorliegt) die Antwort der Stadt Mainz finden Sie im Bürgerinformationssystem auf mainz.de. (Dort rechts auf eines der PDF-Dokumente drücken.)


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