Landesgartenschau für die Altstadt: Chancen nutzen und Einschränkungen minimieren


Ilona Mende-Daum

Antrag im Ortsbeirat am 14. April 2021

Ilona Mende-Daum

Am 30. Juni 2021 wird der Mainzer Stadtrat über Konzept/Machbarkeitsstudie und Bewerbung der Stadt Mainz um die Landesgartenschau 2026 entscheiden. Die Bewerbungsfrist wurde aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr auf den 15. Oktober 2021 verschoben.

Am 24. Februar dieses Jahres wurden im Rahmen einer ersten Bürgerbeteiligung vier verschiedene Szenarien durch das Büro der Landschaftsarchitekten HNW (Homeister, Neumann, von Weymann) erläutert und mit den rund 180 Teilnehmern diskutiert. Anregungen und Wünsche aus der Bürgerbeteiligung sollen nun in die weitere Konzeptentwicklung und nach Beschluss des Stadtrates in die Machbarkeitsstudie und endgültige Bewerbung der Stadt einfließen.

Der Ortsbeirat Altstadt möge sich in diesem Zusammenhang dafür aussprechen:

Je nach Szenario sind große oder kleine Bereiche der Altstadt Gastgeberin einer zukünftigen Landesgartenschau. Dies eröffnet unserem Stadtteil große Chancen. Zugleich ist die Nutzung von Grünflächen und Teilen des Rheinufers von der Theodor-Heuss-Brücke bis zum Winterhafen möglicherweise stark eingeschränkt. Daher ist es wichtig, dass der Ortsbeirat Altstadt umfassend in den Planungsprozess eingebunden wird.

Darüberhinaus bitten wir die Verwaltung, folgende Anliegen der Altstädterinnen und Altstädter bei der weiteren Konzeptentwicklung zu berücksichtigen:

  1. Bereicherung der Altstadt durch mehr Grünflächen, bepflanzte Häuserfassaden und Dächer und entsiegelte Bodenflächen zugunsten eines besseren Klimaschutzes, die Hoffnung auf eine Entwicklung von Rheinuferabschnitten, die bisher nicht im Städtebauförderungsprogramm berücksichtigt werden, Stärkung des historischen kulturellen Erbes über einen "grünen Pfad der Archäologie" mit einer Anbindung des Rheinufers ans neue RGZM, Römische Theater und Grüngürtel (Volks- und Stadtpark oder Wallanlagen und Zitadelle) sowie Schaffung eines Schlossparks (Umwandlung von Parkplätzen am Schloss und Landtag in Grünanlagen und Entsiegelung von Bodenflächen)

  2. Zugang für die Altstädterinnen und Altstädter mit geringem Einkommen über den MainzPass und alle anderen Anwohner über vergünstigte Dauerabonnements während der sechsmonatigen Gartenschau (das gilt insbesondere bei einer Umsetzung der Szenarien, die ein eintrittspflichtiges Kerngelände am Winterhafen Victor-Hugo-Ufer und am Rheinufer Lauterenviertel vorsehen)

  3. Tourismuskonzept, das eine Lenkung der Besuchergruppen und ein auf die Anliegen der Anwohnerinnen und Anwohner abgestimmtes Parkkonzept, das primär auf eine ÖPNV-Nutzung setzt, sowie ein Abfall- und Lärmkonzept und eine ausreichende Versorgung mit sanitären Anlagen beinhaltet

13. April: Der Satz zur Einbindung des Ortsbeirats wurde geändert.

14. April: Auf der Ortsbeiratssitzung wurde Punkt 2 um diesen Satz ergänzt: "In der weiteren Planung soll ein Konzept entwickelt werden, wie den Altstädter:innen freier Zugang gewährt werden kann."

Den Antrag der SPD, das Abstimmungsergebnis und eventuelle Stellungnahmen finden Sie im Bürgerinformationssystem auf mainz.de. (Dort rechts auf das PDF-Dokument drücken.)


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