SPD setzt sich durch: Menschenverachtende Werbung wird entfernt


David Kuhn

Mitteilung vom 12. Februar 2020

David Kuhn

Die Altstadt-SPD kann einen Erfolg verbuchen mit ihrer vielbeachteten Kritik an den Werbeplakaten für die Sendung BigBrother, die seit kurzem im Mainzer Stadtgebiet hängen. Der Geschäftsführer der Firma Ströer, Hermann Meyersick, kündigte in einem Telefonat am Mittwoch an, die Plakate innerhalb von 24 Stunden entfernen und durch andere Motive ersetzen zu lassen.

Auf den Plakaten hatte Sat.1 mit dem Slogan „Jeder Mensch ist etwas wert. Entscheide Du, wie viel“ provoziert. Die SPD hatte daraufhin gegen die aus ihrer Sicht menschenverachtende Aussage scharf protestiert und unter anderem eine Beschwerde an den Deutschen Werberat gerichtet. Auch Ordnungsdezernentin Manuela Matz (CDU) verurteilte die Werbemotive in einem Schreiben an die Altstadt-SPD und plädierte für deren Entfernung.

„Es ging uns nicht um die Sendung an sich, das muss jeder für sich entscheiden, ob er da mitmacht. Es ging um die unsägliche Aussage auf dem Plakat: Es ist ein Grundkonsens, dass es niemandem zusteht, über den Wert eines anderen Menschen zu urteilen. Oder wie unser Grundgesetz sagt: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Der Werbeslogan missachtet diesen Grundsatz zutiefst“, so David Kuhn, stellvertretender Vorsitzender der Altstadt-SPD. Die Vorsitzenden Lutz Hofer und Marie Kaiser ergänzen: „Es sind diese ständigen Grenzverschiebungen, die unsere Gesellschaft vergiften. Es gibt keine Menschen erster und zweiter Klasse und es ist deshalb beschämend, so etwas in Mainz lesen zu müssen. Umso erfreuter sind wir über die schnelle Reaktion der Firma Ströer.“


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